Filmkritik – The Wolf of Wall Street

Exzesse auf der Kinoleinwand sind immer dann spannend, zumindest für mich, wenn die „Helden“ des Films diese in einer Art ausleben, wie man es ihnen sofort abkaufen würde. Genau so ist es beim neuen Streifen „The Wolf of Wall Street“. Hier schnupfen die Darsteller Koks von Brüsten oder Hintern, werfen sich Pillen ein und saufen, was das Zeug hält. Auch Sex darf nicht fehlen. Die US-amerikanische Filmbiografie von Martin Scorsese kommt mit jeder Menge Prominenz daher, unter anderem mit Leonardo DiCaprio, Jonah Hill und Margot Robbie. Verfilmt wurde das Leben des Börsenmaklers Jordan Belfort. Der Film feierte Premiere am 17. Dezember 2013 in New York City, in Deutschland läuft er seit dem 16. Januar 2014.

Wolf of Wall Street

Zentrale Figur in dem Film ist der junge, unerfahrene New Yorker Börsenmakler Jordan Belfort, der den amerikanischen Traum erleben will. Doch er wacht in der korrupten Realität des Kapitals auf, in der jeder nur an sich selbst denkt und am Ende der Stärkere gewinnt. Belfort schafft es zum anerkannten Broker, wirft mit Millionen um sich und feiert Ende der 80er-Jahre Erfolge mit Stratton Oakmont. Mit Anfang 20 hat er alles, was er sich erträumt hat: Geld. Macht. Frauen. Drogen. „The Wolf of Wall Street“ unterscheidet sich meiner Meinung nach nur wenig von anderen Filmen wie bspw. „Wall Street“. Auch dieser Film zeigt recht eindrucksvoll, dass die Finanzwelt nur an sich selbst und den eigenen Profit denkt, Rücksicht wird dabei nur selten genommen. Wie heißt es so schön im Film: „Jeder Mensch will reich werden.“

Leonardo di Caprio spielt seine Rolle als junger Broker, dem die Welt nach kurzer Zeit bereits zu Füßen liegen scheint, grandios, er hat das gewisse Etwas, um der Rolle den letzten Schliff zu geben. Allerdings sollte auch Jonah Hill erwähnt werden, der wie schon bei seinen letzten Filmen bewusst aus einer ehe zurückgezogenen Rolle heraus den Zuschauer für sich begeistert. Das Ende des Films will ich nur ungern verraten. Nur so viel: Natürlich bekommt Belfort früher oder später mit dem Gesetz zu tun, doch anders als erwartet, nimmt sein Leben dadurch eine Wendung.

Wer nicht ins Kino gehen möchte, der kann auch auf die DVD oder Blu-ray warten. Erscheinungstermin ist der 30. Dezember 2014. Vorbestellt werden können die beiden allerdings jetzt schon.

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