Filmkritik – 47 RONIN

Ende November des vergangenen Jahres feierte das Fantasy-Abenteuer 47 RONIN seine Weltpremiere in Tokyo. In Deutschland ist der Streifen seit Ende Januar in den Kinos. Nachdem schon vor dem Deutschland-Start diverse Berichte herüber schwappten, die kein gutes Haar an dem Film ließen, war es für uns an der Zeit, dass wir uns ein eigenes Bild machen wollten.

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47 RONIN erinnert schon nach den ersten paar Minuten an 300. Es gibt eine imposante Schlacht, ein Heer und einen bösen, überlegenen Feind, der besiegt werden soll. Wem die Herzen der Kinozuschauer zufliegen sollen, stellt man schnell fest. Der Film handelt von der Legende der 47 herrenlosen Samurai (Ronin), die sich Anfang des 18. Jahrhunderts rächten, da Herr zum Selbstmord gezwungen wurde. Das Japan-Spektakel wurde in Budapest und in englischen Studios gedreht, wird traditionell erzählt. Die Identifikationsfigur, gespielt von Keanu Reeves, wirkt leicht abwesend, wird als Außenseiter hingestellt, was ihn nicht davon abhalten soll, die Fähigkeiten zum Auserwählten zu haben. Kai, so der Name der Filmrolle, möchte darüber hinaus die Tochter des verstorbenen Fürsten retten, da sie an Lord Kira zwangsverheiratet werden soll. In wen sich der Hauptdarsteller in seiner Filmrolle verguckt, ist rasch bemerkt. Das Rache-Liebes-Intrigenkarussell besticht eher durch seine Schauwerte als durch die Erzähldarstellung. Angefangen von choreografierten Schwertkämpfen bis hin zur Bildsprache ist 47 RONIN Abenteuerkino, kein Film für wahre Film-Enthusiasten.

Mein Fazit

Muss eine eher flache Handlung immer dazu führen, dass der Film nicht sehenswert ist? Nein muss es nicht. 47 RONIN lebt von seinen Bildern, den epochalen Schlachten und einem Keanu Reaves, der auch dann glänzt, wenn es die Rolle eigentlich nicht zulässt.

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