Review: Mount St. Elias (Blu-ray)

Wir haben uns die seit dem 7. April erhältliche Blu-ray des Films „Mount St. Elias“ für Euch angesehen. Um dem Titel möglichst gerecht zu werden, hat unser Kollege Michael sein Heimkino für Euch angeheizt, um zumindest virtuell, den in Alaska beheimateten Füntausender zu besteigen. Ob sich der harte und eisige Weg gelohnt hat, erfahrt Ihr nach kurzen Hintergrundinformationen zum Film in seiner Review.

Die Skialpinisten Axel Naglich, Peter Ressmann und Jon Johnston suchen 2007 die größte Herausforderung: Die Besteigung des Mount St. Elias in Alaska – und die Skiabfahrt auf der längsten, schneebedeckten vertikalen Linie der Welt. Aber der mit 5.489 Metern relativ gesehen höchste Berg der Welt ist ein unberechenbarer Gegner.

Rasend schnell wechselt das Wetter, ständig drohen Schneestürme, Lawinen und Felsstürze. Der Berg verlangt nach lebenswichtigen Entscheidungen in Sekundenbruchteilen. Und so werden der mehrtägige Aufstieg und die Abfahrt zu einer einmaligen Grenzerfahrung.

 

Warum tut sich jemand das an?

Diese Frage stellt man sich unwillkürlich häufiger, während man diesen Film sieht. Die Rede ist von Mount St. Elias, ein Film über einen Berg, 7 Menschen und dem Wunsch, die längste vertikale Skiabfahrt der Welt zu machen. Der namensgebende Berg liegt in Alaska und hat eine Höhe von 5.489 Metern. Im Jahr 2007 will eine Gruppe von Skialpinisten genau diesen Riesen erklimmen und sich mit besagter Skiabfahrt bis hinunter zum Meer für den harten Aufstieg belohnen.

Soweit der Inhalt des Films, der diesen Versuch in dokumentarischer Form erzählt. Hört sich nicht so spannend an?  Dachte ich auch anfänglich und ging mit relativ geringer Erwartungshaltung an den Film heran – insbesondere da ich Bergsteigen nicht gerade zu meinen Hobbies zähle. Aber bereits nach wenigen Minuten ist man völlig gebannt von diesen wuchtigen Bildern der schneebedeckten Berge und Landschaften. Neben der Handkamera vom mit aufsteigenden Kameramann wurden auch viele Bilder per Luftaufnahmen aufgenommen und zeigen die Seilschaft mal in Großaufnahme und mal als winzige Punkte in einer riesigen weißen Wand.

Auch die musikalische Untermalung dieser Szenen ist sehr gelungen und passt stets sehr gut zur Stimmung des Films. Das es sich bei „Mount St. Elias„, wie eingehend erwähnt, um einen Dokumentarfilm handelt, kommen auch immer wieder die einzelnen Alpinisten und der Pilot zu Wort und sagen wie sie sich gerade fühlen oder geben Informationen über den Verlauf des Aufstiegs. Dabei bekommt man einen recht guten Einblick in die unterschiedlichen Typen, von denen einige noch einen Rest Vernunft haben und andere den Eindruck vermitteln, dass der Gipfel jedes Risiko wert ist. Bei den englischsprachigen Personen wird dabei Originalton mit deutschem Untertitel eingeblendet. Dies wäre bei den österreichischen Kollegen eigentlich sinnvoller gewesen, denn als Mitteldeutscher hat man teils arge Probleme, etwas zu verstehen 😉

Fazit:
Um diesen Film richtig zu genießen, sollte der Fernseher eine ordentliche Größe aufweisen, am besten natürlich ein Beamer mit großer Leinwand, auf dem die teils atemberaubende Szenarie (insbesondere bei der Blu-ray Fassung) so richtig gut zur Geltung kommt. Wer sich auf den Film einläßt, wird schnell in den wunderschönen Aufnahmen versinken und eine Antwort auf die Frage finden warum sich jemand solch eine Tortur an tut.

Trailer:
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Offiz. Filmseite

Diese Review wurde durch ein zur Verfügung gestelltes Testmuster ermöglicht, für welches wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken möchten.

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